Das erste Agi-Turnier im Freien lag nur kurz hinter uns und schon ging’s zu Neuem auf und zwar nach Geringswalde. Geringswalde, nahe bei Döbeln an der Autobahn A4, in einer für uns doch noch recht angenehmen Entfernung von rund 175 Km, lud zum 2. Agilityturnier ein. „5+2“ hoch motivierte Teams aus Görlitz und Schönfeld, die zu einer Mannschaft an diesem Wochenende zusammenrutschten, machten sich also auf den Weg.
Gut angekommen, war auch schon bald die „Görlitzer Siedlung“ inklusive Platz für Pitt, Anja und dem kleinen Florian vom HSV Schönfeld errichtet.
Und wer nun glaubte, das eisige Wetter gibt es nur im Winter, der wurde da eines Anderen belehrt. Die Wettervoraussagen waren zwar nicht so doll, aber bisschen Hoffnung nimmt man ja auf jede Reise mit.
Als wir aber dann am ersten Wettkampftag morgens das Thermometer bei 2° über Null stehen hatten und Schnee und Graupel dazu kamen, zweifelten wir doch schon etwas am Frühling!
Mit vielen Hosen und dicken Jacken, mit Mützen, großen Kapuzen und Wärmflaschen an Bauch und Füßen und dann noch in Decken eingerollt, versuchten wir stark zu sein und Draußen der Kälte zu trotzen.
Unsere Vierbeiner steckten es eigentlich ganz gut weg und freuten sich über jede aufwärmende Bewegung.
Die Geringswalder hatten für dieses Wochenende mit René Blank auch einen Top-Richter, welcher für ein hohes Niveau bei seinen Parcours bekannt ist. Und so übten wir, sofern es die Witterung zuließ, Parcours der Vergangenheit von ihm, um mit den vielen kleinen Raffinessen etwas vertrauter zu werden. Aber wer denkt, damit ist schon alles im Kasten, der hat weit gefehlt. Immer wieder, so auch diesmal, gelangen ihm beim Parcoursaufbau die tollsten Kombinationen und Verleitungen, so dass so mancher Lauf mit einem Dis endete. Dennoch sah es nicht so schlecht für uns aus und auch unsere Anfänger-Teams brachten schon gute Leistungen.
Carola mit Ayleen (A0) (links) sowie Conny mit Püppi (A1) (rechts) liefen jeweils einen fehlerfreien Jumping und wurden dafür mit den Plätzen 1 und 1 auf dem „Treppchen“ belohnt.
Freude gab es auch bei Christina und Tobias die je einen Tag mit Akira (A0) gelaufen sind, da sie den Hund gut durch den Parcours führen konnten und Akira, trotz der
reichlichen Ablenkung am Rand, aufmerksam war und auf beide prima reagierte und auf dem 6. Platz landeten. Bei Nici mit Aika (A0) (links) klappen die Starts meistens super. Doch leider arbeitet Aika dann manchmal selbständig und viel zu schnell, so dass sie die Zeichen und Ansagen von Nici nicht mehr genau zuordnen kann und damit auch diverse Fehler entstehen.
Angelika lief mit Shira (A3) (rechts) am Samstag den letzten Tag in dieser Klasse. Zum Abschied gab’s einen fast fehlerfreien Jumping, denn Geli wollte, warum auch immer, den Parcours eine Hürde zeitiger beenden! (es lag nicht am Hund!)
Abends erfolgte dann die Ummeldung für Shira in die Senioren, wo sie noch lange mit Freude laufen möge!
Sonntag waren wir dann noch etwas stärker am Geschehen beteiligt, denn unsere Katharina, eigentlich nur mal zum Kucken mit unserer Susi vorbeigekommen, wurde kurzerhand mit ihrem Seppl als weißer Hund angemeldet.
Der erste Start in einem Turnier für die beiden - dafür gibt’s unser aller Lob und Anerkennung. Fehler sind zum Lernen da, … also nur weiter so Katharina! Und da hätten wir noch die Schönefelder-Hunde Robina und Paula mit ihrem Pitt.
Wacker hat er sich geschlagen und den Hunden den richtigen Weg gezeigt. So weit ganz gut, aber die einfachsten Dinge beim Wettkampf – ein Halsband dem Hund am Start abzunehmen – klappen noch nicht so recht. (siehe Bild) Da bedarf es noch einiger Übungsstunden :-)
Dennoch gab’s den Lohn auf dem Treppchen mit den Plätzen 1, 2 und 3.An dieser Stelle wollen wir doch auch einmal die Vielfältigkeit der Görlitzer Hundesportler hervorheben: Wir fungieren als Freunde, Platzfreihalter und wertvollste Gesprächspartner,… aber auch als Babysitter! Dabei sind uns keine Opfer zu groß, selbst unsere Kinder werden schon mit einbezogen! Eine ordentliche „Sozialisierung“ ist von großer Wichtigkeit und wir haben euch ja soooo gerne!
Der krönende Abschluss, außer der Siegerehrung natürlich, waren die gemeinsamen „Schiebeaktionen“ der Agi-Leute! Der Boden auf dem Platz war mittlerweile durch Schnee, Graupel und Regen so schmierig geworden, so dass ein alleiniges Herausfahren aus dem Gelände kaum noch möglich war.
Mit vereinten Kräften wurden die schweren Wohnwagen, Mobile, aber auch die Autos auf die Straße geschoben.
Die „Pampe“ klebte eh schon reichlich an uns und so trugen es doch alle mit dem nötigen Humor! Klasse! Kaputt und müde von der Kälte sind wir dann gut zu Hause angekommen. Eine heiße Dusche und ein warmes Bett ließen uns die Kälte bald wieder vergessen.
Alles Gute nach Geringswalde – wir kommen wieder!
Vielleicht scheint ja dann etwas mehr die Sonne! Die Görlitzer, mit den Schönfeldern im Gepäck!