
Ja, es war ein klasse Wochenende!
in der Galerie findet ihr Bilder vom Turnie
Turnier-Fotos auch auf rh-flow.de
… aber der Reihe nach.
Ja, die Ziele für unser diesjähriges Turnier waren klar definiert, galt es doch, das Niveau des Turniers von 2009 in Görlitz zu halten und für alle ein unvergessliches Wochenende zu zaubern.
Das fing mit dem Gelände an, ging über die allgemeine Organisation bis hin zu den Prämierungen, die wieder was Besonderes sein sollten.
So wurde in der Vorbereitungsphase fleißig getüftelt und kreiert, gesammelt, gebastelt, geklebt, bedruckt und vieles, vieles mehr. Obwohl der Zeitplan anfangs stimmte, rannte die Zeit so kurz vor dem Anpfiff wie immer viel zu schnell. Man hatte das Gefühl, es sind noch 1000 kleine Dinge zu erledigen, ist ständig am überlegen und kontrollieren gewesen und sehnte sich dann doch den Tag „x“ herbei. So kam er dann auch, der Freitag, dazu ein 13., der Anreisetag für unsere vielen lieben Turniergäste aus Nah und Fern. Ja, wir haben uns sehr gefreut, dass doch so viele Agilityfreunde den weiten Weg zu uns nach Görlitz antraten und wir ein fast ausgebuchtes Turnier zu erwarten hatten.
- Vielleicht liegt´s auch an unserem Charme? – 
Voller Eifer und Elan zauberten wir mit Hilfe der fleißigen Mitarbeiter des Helenenbades, dem Verein AUR e. V. (Verein für Arbeitsmarkt- und Regionalentwicklung), ein schmuckes Turniergelände herbei. Es entstand unsere „Arena“ in einem tiefer gelegenen Terrain und die zuschauenden Agi-Sportler konnten sich entlang der Empore die feinsten Pavillon-Plätze fürs Wochenende errichten. Auch für die vorbeischauenden Gäste standen reichlich Bänke und Tische zur Verfügung und für Neulinge auf diesem Gebiet lag eine Kurzeinweisung in das Wettkampfgeschehen unseres Agility Sports aus.

Gegen 21:00 Uhr waren dann die meisten angereisten Hundesportler eingewiesen, die Zelte und Meldestelle errichtet, Strom an jeden „Haushalt“ geliefert und so konnten wir den Vortag des Geschehens in gemütlicher Runde ausklingen lassen. Alle hofften auf gutes Gelingen und vor allem auf gutes Wetter.
Eigentlich, und das ist ja vielen bekannt, obliegt die feuchte Phase der Agi-Turniere den lieben „Schönfeldern“. Doch dieses Mal deutete sich schon vorher eine andere Richtung an. Das extreme Hochwasser der vergangenen Woche in Görlitz jagte uns allen einen ganz schönen Schrecken ein. Aber glücklicher Weise waren wir und das gepachtete Gelände nicht davon betroffen und so konnte wie geplant unser Turnier stattfinden. 
(Viele Anrufe und Mails erreichten uns dieser Tage, wo sich nach unserer Situation und unserem Wohlergehen erkundigt wurde. Vielen Dank dafür. Ebenfalls möchten wir an dieser Stelle herzlich den Agi-Freunden aus Knauthain für die angebotene finanzielle Hochwasserunter-stützung für unseren Verein danken, die wir aber zum Glück nicht benötigten.)
Und obwohl sich die Wetterlage in den vergangenen Tagen wieder entspannte und die Sonne schien, wollte uns der „Wolkengeist“ nicht so ganz in Ruhe lassen! Er schickte doch noch mal reichlich Regen in der Nacht zum Samstag und machte sich mit einem derart lauten Knall über unserem Turniergelände bemerkbar, dass dann auch der letzte seinen Schlaf im Zelt oder Wohnwagen vorzeitig beendete. 
Dementsprechend verlegte unsere Richterin, Sabine Propp, den Wettkampfbeginn um eine Stunde nach hinten. Der Platz hatte sich zwischenzeitlich so voll Wasser gesogen, so dass sich schon beim Aufbau des Parcours „interessante“ Laufspuren abzeichneten.
Bevor der erste Start freigegeben wurde, legte Sabine, aufgrund des aufgeweichten Bodens, allen Anfänger-Startern noch mal ans Herz, bei den Läufen doch besonders auf Sicherheit für Mensch und Hund zu achten.
Und so ging es dann auch endlich los, … das gefiel auch dem „Wolkengeist“, … er packte seine schwarzen Häufchen ein und lies uns dann den ganzen Sonnabend von der lieben Sonne bescheinen. Die Hunde fanden es toll, wir Menschen eigentlich auch, wenn denn da nicht der inzwischen reichlich frei getretene Schlamm gewesen wäre. Schuhe und Hosen erhielten neue Designs, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat.
Nein, wir setzten noch einen drauf, und zwar mit unserem Spiel „Tunnels“ (verdanken wir unserem Jens H.).
Alle die mitgemacht haben, aber auch alle die zuschauen durften, hatten ihre Freude daran. Es war schon die andere Art der Parcoursbegehung! Keiner durfte vorher auf den Platz, sondern der Weg wurde in Form eines „Fernstudiums“ gelernt. Unsere Richterin, Sabine Propp, lief mehrfach unter Anfeuerung der Starter den wirklich verwirschtelten (= verwirrenden) Tunnel-Parcours ab und alle mussten bzw. sollten sich so den Weg merken. Ein Gaudi!


Die Hunde liefen was das Zeug hielt, nahmen ein Loch nach dem anderen, manchmal auch völlig frei in der Wahl, egal ob der Hundeführer da was anderes angezeigt hatte, sie wollten einfach nur rennen. Paradebeispiel und wirklich toll gemacht, war da die kleine Loony mit Frauchen Tonja. Loony lief und Tonja konnte nur noch stehen und lachen. Wir übrigens auch alle!
In der anschließenden Siegerehrung wurden dann die besten Läufe prämiert und so freuten wir uns über so viele tolle Ergebnisse an diesem Samstag in Görlitz.
Gleichzeitig erschöpft, aber dennoch recht zufrieden, versammelten wir uns abends wieder in gemütlicher Runde und ließen den ersten Tag ein wenig Revue passieren.
Ein großes Lob und Danke an dieser Stelle gilt unseren fleißigen „7 Zwergen“ (oft waren nur 6 zu sehen - der eine hatte Außendienst), die uns die ganzen Tage mit allerlei Köstlichkeiten versorgten und das von früh morgens bis wirklich spät abends, bis auch der letzte sagte, … ich geh jetzt in die Kiste!
Der Küchen-Oberrenner waren die goldenen Dickerchen, auch „Pommes“ genannt. Christiane, die waren wirklich lecker!
Gut gelaunt, mit bester Stimmung und Musik im Hintergrund, begann dann unser zweiter Turniertag am Sonntag. Viele Helfer waren zur Stelle und so konnten wir pünktlich mit der ersten Parcoursbegehung anfangen.
Die Sonne lachte und wir konnten tolle Läufe sehen. Die Teams waren alle super drauf, der noch vorhandene Schlamm wurde ignoriert und die Hundeführer führten dennoch ihre Schützlinge mit viel Eleganz durch den Parcours.
Der Zeitplan stimmte, Änderungen zum Vortag waren optimal eingearbeitet, die Richterin sorgte für zügiges Aufbauen der Parcours, die Helfer flitzen, und dann …., … und dann kam gegen Mittag eine Unwetterwarnung für unsere Region. 
Aufgrund zwar kurzer aber heftiger Böen, wurde der Wettkampf abgebrochen! Schade, schade, dachten wir alle, aber wir hatten da leider keinen Einfluss mehr.
Doch wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Wolken zogen dahin, die Sonne kam hell und kräftig wieder hervor. So konnten wir noch die Läufe der beiden letzten Klassen, diesmal per Handstoppung, zu Ende bringen. Wir sind eben flexibel! Denn schließlich wollten ja auch diese Pokale und Medaillen zu ihren neuen Besitzern.

Ja, das Wetter spielte weiter mit, die Siegerehrung konnte im Freien stattfinden und allen verdienten Gewinner wurde gebührend applaudiert.
Ein tolles und ereignisreiches Wochenende ging damit zu Ende. Wir hatten so viel Spaß miteinander, es waren tolle Leute bei uns in Görlitz, tolle Hunde, es war rundum einfach nur schön!
Wir danken allen, die uns im Vorfeld wie auch an den beiden Turniertagen kräftig unterstützt haben und hoffen, es war ein Turnier, das allen Teilnehmern und Gästen in guter Erinnerung bleiben wird.
So freuen wir uns auf ein Wiedersehen 2011 in Görlitz! Alles Gute bis dahin, herzlich Eure Agility-Freunde Niederschlesien.
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| 14.08.2010 |
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| 15.08.2010 |
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Ergebnisse:
Geschrieben: Angelika Kokel
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