
Püppis Sommer!
Das Turnierberichtschreiben wird ja gern mal mit der Ausrede „Keine Zeit“ vor sich her geschoben.
Bei Conny und Robert ist es jedenfalls so. Dabei haben wir in den letzten Wochen so viel erlebt, dass es schwer wird nichts zu vergessen.
Da die Beiden allem Anschein nach noch ewig brauchen bis sie sich mal an die Schreibmaschine setzten sehe ich mich gezwungen den Bericht über meine Sommer-Turnier-Urlaubs-Tour selbst zu verfassen. WUFF!
Ich hab schon gemerkt, dass da was im Busch ist den plötzlich war da so ne komische Kiste auf dem Auto und der Inhalt der Schränke wurde in Koffer gepackt. Ziehen wir etwa um?
Am Samstag dem 28.08. fuhren wir drei vollbeladen los. Na hoffentlich haben die zwei mein Orangenes Quietschtier nicht vergessen!
Wenn ich mal nen Blick aus dem Auto riskiert habe gab´s Kiefernwälder und Flachland zu sehen. Als Ick dat nächste ma gekiet hab warn wa in Berlin und ausn Boxen dröhnt olle Sido. Na det passt ja!
Conny und Robert unterhalten sich über die Gemeinsamkeiten von Tonja Kautz und Sido. Trägt Tonja etwa auch ne Maske?
Nee Tonja´s Dog-Sport-Halle steht gleich neben Sido´s Block im Märkischen Viertel...jetzt dämmerts: HURRA wir fahrn zu Tonjas Hallenturnier von dem Loony mir erzählt hat.
Man war ich aufgeregt als wir endlich da waren. Ach du Schreck wo soll ich denn hier „Pippi“ machen?
Also auf Beton fällt aus Leute, ich bin schließlich eine Dame.
Glücklicher Weise findet Pfadfinder Robert den Pfad zur Wiese. Puh das wurde aber auch Zeit.
Lange brauchten wir auf unseren A-Lauf nicht warten. Ich war hochmotiviert und konnte es kaum erwarten, dass Robert mir das Startzeichen gibt. Endlich geht’s los. Jetzt aber volle Kanne! Nanu was haben die Berliner denn für rutschiges Gras? Nach kurzem Staunen stell ich fest das es sich nicht um Gras sondern um Teppich handelt. Kein Problem da leg ich halt den Teppich-Turbo ein. Robert scheint heut nicht so viel Wert auf Kontaktzonen zu legen. Na mir soll´s recht sein da überspring ich sie einfach. Im Nachhinein hat er zwar gemeint, dass es mit Kontaktzonen cooler gewesen wär wegen den A3-Qualis aber über den dritten Platz hat er sich trotzdem gefreut.
Nach unserem Jumping-Lauf hatte ich das Gefühl das es in der Halle nach verschmortem Teppich roch. Unser zweiter Platz bestätigte meinen Verdacht.
Wir drei möchten uns nochmal bei Tonja und Ihren Mitstreitern für das tolle Turnier und die coolen Pokale sowie bei Richterin Sabine Propp für die schönen Parcours bedanken.
Grad noch beim Gewinnerfoto und schon wieder auf der Autobahn.
Eh Leute Ihr fahrt in die falsche Richtung, das Navi belügt euch, denn das ist Niemals der Weg nach Hause.
Ach wir fahren gar nicht nach Hause sondern an die Ostsee?!
Alles klar! Lasst uns Urlaub machen und im Ostseesand buddeln.
An der Ostsee müssen die Uhren irgendwie anders ticken als bei uns in Görlitz. Ich kann kaum glauben, dass unsere schöne Ostseewoche schon vorbei ist als wir am Freitag den 3.09. wieder in Richtung Sachsen aufbrechen.
Als die beiden in Dresden in Richtung Westen abbiegen wunder ich mich schon ein wenig aber als Sie nach Chemnitz von der Autobahn abbiegen und über sehr verwegen Straßen immer tiefer ins Gebirge fahren komm ich aus dem Staunen nicht raus. Es ist bereits dunkel und schon recht kalt als wir an einem Schild auf dem Zwota steht vorbeifahren. Anschließend geht es steil bergauf (nicht mit der Kariere sondern mit der Straße) und plötzlich sind wir oben auf dem wahrscheinlich höchstgelegensten Hundeplatz Sachsen wenn nicht gar von Deutschland.
Conny und Robert haben viel Spaß beim Zeltaufbau im Dunkeln. Na hoffentlich werden die bald fertig denn ich hab Kohldampf!
Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten ging´s direkt zum „Heia-machen“. Da die Temperaturen zum Campen doch recht sportlich waren durfte ich bei Conny mit unter die Decke huschen um dort als kleines Heizkraftwerk die Vorteile der Ganzkörperbehaarung unter Beweis zu stellen.
Am Samstagmorgen hab ich bei einer kleinen Gassi-Runde mit Robert erst mal die nähere Umgebung inspiziert bevor ich´s mir nochmal im Zelt bequem gemacht hab während meine beiden Menschen im sehr gemütlichen Vereinsheim der Zwotaner gefrühstückt haben.
Frisch gestärkt wagte sich Robert mit mir tief in den vogtländischen Gebirgswald wo es nur so von Pilzen wimmelte. Da Pilzkunde nicht grad unsere Stärke ist haben wir die Pilze alle an Ort und Stelle gelassen, außerdem finden wir, sehen Pilze im Wald schöner aus als in der Pfanne.
Kurz nach dem wir den gemütlichen Waldgang beendet hatten durfte Robert den A-Parcours von Richterin Sybille Voigt besichtigen. Warum muss das nur immer solange dauern? Ich konnte es kaum noch erwarten bis ich endlich losflitzen durfte. Sehr verwunderlich fand ich Roberts Händeklatschen während ich mich durch den Slalom kämpfte. Da kann sich doch kein Hund konzentrieren. Als ich dann denn Faden verloren hab hat er noch blöd aus der Wäsche geschaut (Menschen sind manchmal echt komisch) . Tja mein Lieber die Quali hast DU versaut! Naja zu guter Letzt hat es ja sogar noch für Platz 3 gereicht. Mit dem Jumping-Parcours hat die Richterin bei Robert wohl ordentlich Verwirrung erzeugt. Trotzdem hab ich so einigermaßen kapiert was er von mir will und wir konnten einen zweiten Platz bejubeln.
Nach der Siegerehrung veranstalteten die Sportsfreunde aus Zwota noch ein Spiel bei dem wir in 40 Sekunden möglichst viele Geräte deren Reihenfolge frei wählbar war absolvieren sollten. Für jedes genutzte Agility-Element gab es entsprechend viel oder wenig Punkte. Fehler wurden mit Punktabzug geahndet. Gewonnen hat das Team welches sich die meisten Punkte erkämpfte.
Die Ergebnisliste wurde jedoch bis zur sonntäglichen Siegerehrung unter Verschluss gehalten und somit die Spannung nochmal gesteigert.
Direkt im Anschluss wurde der Grill in Betrieb genommen. Falls ein Würstchen sich unerlaubter Weise vom Grill geschlichen hätte wäre ich sofort zur Stelle gewesen und hätte den Übeltäter gestellt. Leider sind die Würstchen alle ordnungsgemäß auf ihren Platz geblieben und für mich gab es Leckereien aus der Dose (welche fast so lecker sind wie Grillwürstchen).
Als sich die Sonne einen letzten Gruß über das Vogtland schickte, begaben sich auch schon die Temperaturen auf eine rasante Talfahrt. Demzufolge beendeten wir den Abend rechtzeitig und verkrümelten uns in unser „warmes“ Zelt.
Bereits um sechs Uhr war für Robert die Nacht beendet und er startete eine kleine Guten-morgen-Wanderung um wieder etwas Wärme in seinen Körper zu bringen. Komisch zu Hause in Görlitz hat noch behauptet das sein Schlafsack völlig ausreichend ist und er unter keinen Umständen noch eine zusätzliche Decke mitnehmen möchte. Tja...bei Conny war´s mir kuschlig.
Als die ersten sonntäglichen Töne aus den Boxen klagen bestätigte sich unsere Vermutung vom Samstag, dass es in Zwota musikalisch hart zur Sache geht. Wie sagt schon das alte vogtländische Sprichwort : „Heavy Metall am Morgen … und der Tag wird spitzenmäßig.“
Spitzenmäßig war auch meine Warm-up-Runde mit Robert und meinem orangenen Quietschtier.
Gut gelaunt und hochmotiviert gingen wir zum Start des A-Laufs.
Ich fand wir waren super unterwegs und hoffte, dass die Richterin nicht gemerkt hat, dass ich aus Versehen eine Kontaktzone nicht ganz getroffen hab. Aber „Adlerauge“ Sybille Voigt entgeht nichts und das ist auch gut so.
Das Jumping wurde als Jumping-open durchgeführt da Vielen noch eine weite Heimreise bevorstand.
Robert und ich kamen fehlerfrei durch den Parcours, jedoch hätten wir bei der Zeit angesichts des nun deutlich größeren Starterfelds noch eine Kohle drauf legen können.
Unser Reisemobil stand bereits gepackt in den Startlöchern als zur Siegerehrung gerufen wurde.
Fern der Heimat und ohne die Unterstützung unserer lieben Sportsfreunde aus Görlitz durften wir uns schon wieder über Platz drei im Lauf freuen. Ich hatte grad das letzte Leckerchen aus dem neuen Pokal gefischt da wurden wir schon wieder nach vorn gebeten. Kaum zu glauben, aber wir haben doch tatsächlich das Samstagsspiel in der Kategorie Large gewonnen. Juchu !!!!
Grad noch beim Jubeln und schon wieder auf der Autobahn. Während unser Gefährt die Kilometer in Richtung Bodensee fraß hatten wir genügend Zeit das Wochenende nochmal Revue passieren zu lassen. Dabei sind haben wir festgestellt das zwei Dinge in diesem Bericht unbedingt erwähnt werden müssen.
Zum einem wäre das die charmante, lockere und lustige Art der Moderation die uns sehr gefallen hat und zum anderen wäre das „uns Ulli“ aus Berlin dieses Wochenende das erste Mal mit seinem Pepe gestartet ist und gleich ordentlich abgeräumt hat. Somit ist Ulli der Oberstreber von Zwota.
Liebe Zwotaner es hat uns gut bei euch gefallen und wir kommen gern wieder!
Nach einem Hallenturnier in Berlin, einer Woche Ostsee und dem Zwotaer Turnier mit nächtlichen Minusgraden meinten Conny und Robert das eine Woche Wandern in den Schweizer Alpen nicht schaden könnte. >
Recht hatten sie!
Auch diese Woche verging wie im Flug und Ratz-Fatz war es schon wieder Sonntagmittag und Robert parkte den Wagen auf einem Reiterhof in Balgach.
Als Conny beim Aussteigen meine Leistungskarte in der Hand hielt wusste ich gleich was Phase war.
Hurra, wir starten in der Schweiz!
Dieses Turnier wurde in einer Reithalle ausgetragen und jedes Team hatte drei Läufe.
Begonnen wurde mit einem Agility-Open bei dem die Starter der Klassen Zwei und Drei antraten.
Das Starterfeld war etwas größer als wir das gewohnt sind und auch der Ablauf ging zügiger als sonst von statten.
Ich hab schon gemerkt, dass Robert sehr nervös war, schließlich haben wir nicht nur Görlitz, sonder auch Deutschland präsentiert. Vor lauter Aufregung hat mich mal wieder nicht richtig auf eine Kontaktzone hingewiesen so dass ich Diese übersprungen hab. Sonst fand ich hat er seine Sache ganz gut gemacht.
Beim anschließenden A2-Lauf jedoch hat er Nerven gezeigt und mich ins Dis geschickt.
Mensch reiß dich zusammen Junge!
Der Jumpingparcours gab uns ebenfalls einige Nüsse die wir jedoch mehr oder weniger elegant knacken konnten.
Im Großen und Ganzen hat uns auch das Turnier in Balgach gut gefallen, jedoch hatten wir das Gefühl das die Schweizer Sportsfreunde mehr Ehrgeiz an den Tag legen als wir das gewöhnt sind, was sich etwas auf die Atmosphäre auswirkte. Nicht gefallen hat uns das die Siegerehrung der Größenklasse small und medium parallel zu dem Jumping der Large-Hunde durchgeführt wurde und sich demzufolge niemand mehr dafür interessierte. Auch das nur diejenigen die bei der Siegerehrung anwesend waren die auch gewonnen haben während sich das restliche Starterfeld bereits auf dem Heimweg befand war nicht ganz unser Ding.
Der Schweizstart war für uns eine völlig neue Erfahrung die wir gern wiederholen würden falls wir mal wieder zufällig in der Gegend sind. Der Pokal für den dritten Platz im Agility-Open passte als letztes Urlaubs-Souvenir des Sommers 2010 grade noch in unser vollgepacktes Auto, welches uns wieder sicher in unser geliebtes Görlitz brachte, wo Ich nun sitze und mit den Pfoten wie wild auf der Tastatur rumtipse.
Wir drei hatten wirklich einen tollen, erlebnisreichen Sommer und möchten hiermit nochmal alle grüßen die sich gemeinsam mit uns ein paar schöne Stunde beim Hundesport gegönnt haben.
Eure Püppi
WauWau
Geschrieben: Robert Schmidt
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